Newsletter ausdruckenEDITORIAL

30.09.2009

Liebe Leserinnen und Leser,

das Superwahljahr 2009 hat gestern mit der Bundestagswahl sowie den Landtagswahlen in Brandenburg und Schleswig-Holstein seinen Höhepunkt erreicht. Ob es Grund zur Freude oder zur Trauer gibt, hängt bekanntlich von der politischen Meinung des Einzelnen ab. Als Vorsitzende der überparteilichen Initiative ProDialog freue ich mich darüber, dass sich der Dialog über alle Medien in den Wahlkampfstrategien der deutschen Parteien verankert hat. Auch wenn hier in der kreativen Umsetzung und Kontinuität noch ein weiter Weg zu gehen ist: der Fortschritt gegenüber 2005 ist erfreulich. In der Rubrik „Im Dialog: Neues aus der Welt der Kommunikation“ haben wir für Sie vor diesem Hintergrund einige Aktionen aufgegriffen, die wir besonders inspirierend finden.

Höchst unerfreulich und geradezu alarmierend ist hingegen die Tatsache, dass die Wahlbeteiligung, trotz erheblicher Aufklärungs- und Informationsarbeit von vielen Seiten, ein weiteres Rekordtief von 72% erreicht hat. Es ist unverkennbar, dass Deutschland eine neue, weit über den Wahltag hinausgehende Welle demokratischen Engagements braucht, die alle gesellschaftlichen Akteure fordert. Eine einseitige Schuldzuweisung an die Politik reicht nicht aus. Die Kampagne "Die Demokratiebotschafter" hat beispielsweise gezeigt, dass Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich für die Demokratie einzusetzen. Die vielen Begegnungen und Diskussionen der Demokratiebotschafter in ganz Deutschland zeigten aber auch deutliche Defizite in der Vermittlung von Politik und dem fehlenden Wissen über grundsätzliche demokratische Elemente auf. Es gibt also viel zu tun und alle können hierzu beitragen.

Im Thema des Monats laden wir Sie noch einmal zu einem Rückblick auf unsere Kampagne ein.

Näheres zu den Beweggründen der Nichtwähler erfahren Sie in der Rubrik „ProDialog-News“. Wir haben dort für Sie die wichtigsten Ergebnisse unserer einzigartigen Panelbefragung zusammengefasst, die im Zeitraum vom 8. Juni bis 2. Oktober Einstellungen von potenziellen Nichtwählern in Deutschland untersucht.

Ich stehe Ihnen wie immer gerne für Rückfragen oder Anregungen zur Verfügung und freue mich auf den Dialog mit Ihnen.

Und nun:
Viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst,
Kerstin Plehwe
Kerstin Plehwe
plehwe@prodialog.org

 
Hostels in Hamburg Oszilloskope & Netzanalysatoren von CalPlus WebDesign aus Berlin der Berliner Werbeagentur webaffairs Turmkunst Bierpinsel Schlossturm GmbH